DAVID DIETRICH

Geboren wurde ich in die Familie Dietrich (von Berns) in der unbeliebtesten und unterschätztesten Stadt Deutschlands.  Obwohl wir alle aus einfachsten Verhältnissen stammten, war den meisten Mitgliedern meiner Familie Bildung immer sehr wichtig.  So war mein Vater ein Leben lang ein sehr belesener und besessener Student der menschlichen Geschichte und Kulturen. Wir waren es gewohnt unter der Führung meines Vaters und meines Onkels quer durch Europa alle wichtigen Schlösser, Burgen, Kathedralen, Schlachtfelder, Gräber, Wohnorte unserer kollektiven europäischen Historie nicht nur zu besuchen, sondern diese lebendig zu erleben. 


Meine Mutter, die Sprachbegabte der Familie, war für einen leidenschaftlichen Tourguide wie meinen Vater nicht nur Übersetzer, sondern auch das menschliche Tor zu den Bewohnern vor Ort. Ob wir T.E.Lawrences Cottage und Grab in Cloudhill besuchten, Admiral Nelsons Schlachtschiff HMS Victory in Portsmouth betraten, Schloss Sanssouci in Potsdam einen Besuch abstatteten oder das Schlachtfeld von Waterloo in Belgien besichtigten, Urlaube mit 

meiner Familie waren immer intensive geschichtliche Exkursionen, von denen ich ein Leben lang nicht nur stark profitierte, sondern sie auch als mein Erbe annahm. Aber nicht nur die Vermittlung von Wissen war meinen Eltern sehr wichtig, sondern auch den Horizont bei uns weit zu stecken, um die Welt mit unseren eigenen Interessen erkunden und erfahren zu können.

Schon mit vier Jahren war ich ein Kinofan und begleitete meine Eltern in Filme wie „Elliot das Schmunzelmonster“ oder „Das Dschungelbuch“. Mit fünf und sechs Jahren überwältigten mich dann Matineevorstellungen solcher Filme wie „Der sechste Kontinent“ und „Das Imperium schlägt zurück“. Als ich begann die Schule zu besuchen, ging ich mit Familie und Freunden regelmäßig in alle möglichen Kinofilme. Oder wir liehen uns ältere Titel aus der Videothek zusammen aus und goutierten und zelebrierten so die ganze Bandbreite der Filmkunst. Dabei beschäftigten wir uns mit allen Genres. Leider war damals ja kaum in Erfahrung zu bringen, wie Filme gedreht werden. Making Offs wie bei „Das Boot“ oder „Star Wars“ gab es nur selten. Bücher waren nur Lexika mit wackeligen

Fotos. Von einem reichhaltig gefüllten Internet konnten wir nur träumen, so mussten wir mit unserer eigenen Fantasie aktiv werden: Filme schauen, Bücher lesen und Musik hören…… und dann selber machen. In meiner Heimatstadt Ludwigshafen wurde 1984 der erste Offene Kanal (Bürgerfernsehen) Deutschlands gegründet, in welchem man Video- und Fernsehtechnik leihen und den Umgang damit erlernen konnte. Ich selbst begann mit 12 Jahren dort linear schneiden und mit VHS und Mini DV Kameras filmen zu lernen. Das wurde zu einem ausgewachsenen Hobby mit immer stärker wachsendem Wunsch, englische Bücher über die Filmherstellung zu lesen. 

 

Mit 15 schloss ich die Schule ab, machte bei den John Deere Werken Mannheim eine Ausbildung zum Industriemechaniker und arbeitete danach ein paar Jahre in dem Beruf. 

 

Parallel dazu wuchs mein Filmwissen enzyklopädisch in meinem Kopf, ich konnte alles speichern, was ich mir an Fakten aneignen konnte. Ich beschäftigte mich aber nicht nur mit den Filmen an sich, sondern auch mit dem gesamten technischen, produktionsmäßigen und künstlerischen Schaffensprozess dahinter. Bewarb mich damals erfolglos bei der Filmakademie Ludwigsburg für den Studienplatz Regie (10 Plätze - 4000 Bewerber). Schaffte es leider nicht, genommen zu werden. Leider unterschätzte ich noch sehr die Bedeutung der Praxiserfahrung. Weswegen ich nebenher zu meinen Filmvorträgen für Museen und Institutionen auch begann, mehr Kurzfilme zu schreiben und zu drehen. Wie z. Bsp. den ambitionierten 8mm Kurzfilm „Engel“ und dessen Making Of. 

 

Der SWR Kameramann Peter Herrmannsdörfer riet mir nach diesem gemeinsamen Filmprojekt dazu, etwas Medienpädagogisches zu machen, da ich damit im Offenen Kanal schon viel Erfahrung gesammelt hatte. Also studierte ich bei der Hochschule Mannheim Sozialpädagogik mit medienpädagogischem Schwerpunkt. Dort arbeitete ich auch weiter an immer größer werdenden Kurzfilmen. Und wurde sogar als Tudor für den Medienbereich der Fakultät angestellt. 

Bei meinem zwei Semester dauernden Projektseminar kam mir die Idee, gemeinsam mit anderen Studenten, einen Spielfilm zu einem sozialen Thema zu drehen. Ich warb einige Studenten an, schrieb das Drehbuch zu „Erosion“ , rekrutierte die Kommandocrew (Produzenten) und besorgte ordentlich Gelder. Dann begannen wir, die Dreharbeiten zu planen. Profis aus der Industrie (Post Republic Studios in Berlin) als Gastdozenten zu gewinnen, Schauspieler zu casten und Drehgenehmigungen einzuholen. 

 

Im Sommer 2008 drehten wir. Danach kam die Postproduktion und etwas später die Premiere in einem Kino. Es war ein sehr großes und umfangreiches

Unternehmen, das nur gelingen konnte, weil einige der Teammitglieder über sich hinauswuchsen. Wie gerne würde ich darüber ein Making Off drehen. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums arbeitete ich für verschiedene Organisationen, auch als Medienpädagoge, bis ich eine Stelle bei der Stadt Mannheim antrat. 

Währenddessen fragten mich ein paar professionelle deutsche Stuntmen an, ob ich für sie und ihr „kleines“ Actionfilmprojekt ein Drehbuch schreiben könnte, was ich tat und lernte dabei gleich eine Hollywood Legende und viele Profis kennen… damit hatte ich meinen ersten Kontakt zum professionellen Kinofilm. Was eine harte Schule war, da ich mit vielen Situationen und auch den Meinungen der professionellen Filmcrew erst lernen musste umzugehen.
Leider wurde der Film nie gedreht, aber ich habe dabei viel gelernt. Und stürze mich seitdem immer wieder in neue professionelle Filmprojekte als Autor, Regisseur und Produzent…..


Mein Leben dreht sich um meine Familie und meine Filmcrew. Meine Interessengebiete und besonderen Fähigkeiten sind: Film, Filmgeschichte, Geschichten (aus verschiedenen Bereichen) finden und sammeln, Drehbücher schreiben, Regie führen, als Medienpädagoge wirken. Zudem setze ich mich intensiv mit Geschichte, Politik und Wissenschaften (auch filmisch) auseinander. Neben meinen Büchern und Filmen sammle ich noch ORIGINAL Filmrequisiten, Kostüme, Drehbücher, Artwork und Produktionsunterlagen.

Artikel in der Rheinpfalz vom 11.02.2016

Wenn sich der Kurfürst über Mozart freut

Filmproduktionen

2003  |  ENGEL (8mm Kurzfilm + Making Of) Kamera: David Dietrich

2010  |  EROSION (Kurzfilm) Drehbuch, Regie: David Dietrich

Im Jahr 2003 sammelte sich eine Gruppe junger Filminteressierter im Offenen Kanal Ludwigshafen um mit dem SWR Kameramann Peter Herrmannsdörfer einen 8 Millimeter Kurzfilm zu drehen. Dabei entstand ein beeindruckendes Making Of und sogar zwei Kurzfilme im 8 Millimeter Format.

Als Ergebnis eines zwei Semestrigen Filmprojektes hatten 50 Studenten der Hochschule Mannheim zusammen mit Profis aus der Filmindustrie einen ambitionierten professionellen Kino Kurzfilm produziert. Der Film feierte in diversen Kinos in 2011 Premiere. 

2018  |  SCHWETZINGEN (Dokumentarfilm) Drehbuch, Regie: David Dietrich

Zum 1250. Jubiläum der Stadt Schwetzingen drehten die Filmfirma RedLens Media sowie der lokale Künstler Michael Fuchs einen spielfilmlangen Dokumentarfilm über die Geschichte der Stadt Schwetzingen. Dabei spielten die Bürger der Stadt ihre eigenen historischen Vorfahren.

Filme, Serien und Stars

Podcast - Spencer Tracy (1900-1967)

MOVIETIME - Halloween | Die kontroverse Trilogie von David Gordon Green

Podcast - The Wicker Man | Original & Remake

Podcast - Duell (1971) | Spielbergs Erstlingswerk

MOVIETIME - 9/11 und die Filmwelt

WIDESCREEN | 001 | Was ist los in/mit Hollywood?

MOVIETIME - Screen Used | Original Filmkostüme sammeln

MOVIETIME - Krull (1983)

Podcast - John Carpenter | Der Kultregisseur und seine Filme

MOVIETIME - CGI Veränderung in Filmklassikern

MOVIETIME - Geprengte Ketten (1963)

MOVIETIME - Der weiße Hai - 3 (1983)

MOVIETIME - Die Zeitmaschine (1960)

MOVIETIME - Das Ding aus einer fremden Welt (1951)

Podcast - Der Omega Mann (1971)

MOVIETIME - The Mandalorian (Season 3)

ERDBEBEN talk | 8 | Charlton Heston | Die Oscars der 70er Jahre |etc.

ERDBEBEN talk | 7 | Das Filmjahr 1973

MOVIETIME - John Carpenter | Der Kultregisseur (6teilige MT-Serie)

ERDBEBEN talk | 6 | Sam Peckinpah | Louis de Funès | etc.

MOVIETIME - Der perfekte Weihnachtsfilm

ERDBEBEN talk | 3 | Dystopien in 70er Jahre Filmen | David Warner | etc.

Halloween Special | 2022

ERDBEBEN talk Horror Special | 3 | Der Trash Horrorfilm

ERDBEBEN talk Horror Special | 2 | Der neue Horrorfilm

ERDBEBEN talk Horror Special | 1 | Der klassische Horrorfilm

ERDBEBEN talk | 2 | Clint Eastwood | Super 8 Film | Horror Stars

Seit Oktober 2020 engagiert sich David Dietrich als Co-Administrator und Blogger in der Facebook-Gruppe ERDBEBEN'74 - Filme und Stars der 70er und ist seit Oktober 2022 auf dem YouTube-Kanal Filme, Serien und Stars als Pod- und Vodcastender Filmhistoriker und Filmanalytiker aktiv. 

Dieses Feld ist obligatorisch

Ich bin damit einverstanden, dass diese Daten zum Zweck der Kontaktaufnahme gespeichert und verarbeitet werden. Mir ist bekannt, dass ich meine Einwilligung jederzeit widerrufen kann.*

Dieses Feld ist obligatorisch

* Kennzeichnet erforderliche Felder
Bei der Übermittlung Ihrer Nachricht ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ich danke Ihnen! Wir werden uns so schnell wie möglich bei Ihnen melden.
Kontaktiere David

HinweisE: Alle auf der Seite jatip.de/dietrich aufgeführten Informationen verantwortet David Dietrich. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für Inhalte der externeN Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Weiterhin: Die Nutzung des Kontaktformulars auf der Seite jatip.de/dietrich stellt eine Verbindung zwischen dem Nachrichtsender und David Dietrich Her und gilt nicht ALS KONTAKT-Angebot ZUR Website https://www.jatip.de. 

© 2023 Jan Planinic

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte prüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.